Gedichte und Gedanken

 

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Missbrauch

Dieses Gedicht stammt aus meiner Kindheit.Weiteres dazu zusagen erübricht sich wohl denn das Video sagt wohl alles aus.Danke

 

 Missbraucht !

Benutzt,Missbraucht und oft Zerschunden

nach Jahren erst fühlst Du die Qual.

Als reifer Mann/Frau leckst Du die Wunden

und sitzt im tiefen Jammertal.

Es scheint ein grosses Loch zu klaffen,

in deiner Seele...deiner Brust.

Du sagst dir selbst !..Ich muss es schaffen."

doch Täglich stirbt mehr Lebenslust.

Du kannst auch mal auf Wolken schweben,

und fragst erst gar nicht nach dem Sinn.

Doch Liebe wird`s für dich nie geben.

denn das Gefühl...es ist dahin.

Die Zeit heilt alle Wunden,

das ist sehr schnell und oft gesagt:

doch in so manschen schweren Stunden,

da hast du mehr als nur Versagt.

Du hast dich aufgeben,

dein Leben scheint schon jetzt vorbei.

Du siehst kein Ziel um`s anzustreben.

,,Der Tod !"...macht er dich frei ?

                                                                                                      




Mitteilung

Hallo zusammen

War jetzt 3 wochen in einer Parkinson Klinik in Kassel,die Klink kenne

ich schon länger war mein 5 Aufenthalt.Die Medikamenten wurden neu

eingestellt und es wurden Untersuchungen gemacht für eine Tiefenhirn OP. Da bekommt man ein Hirnschrittmacher eingesetzt.Diese OP wird am 28.11.06 dann bei mir gemacht , der termin steht fest.Vorher muss

ich noch mal nach Kassel in die Klinik,dort werden die Medikamenten

abgesetzt und von da werde ich nach Marburg in die Uni Klinik verlegt wo die OP gemacht wird.Nach 1 woche dann, gehts zurück nach Kassel

wo dann alles weitere gemacht wird z.b. einstellung des Hirnschrittmachers sowie die Reha..Bis zu 6-8 wochen kann dies dauern.Werde allso dann nicht hier Online sein.Wünsche Euch bis auf weiteres alles gute und Gesundheit.Hoffe das ich nach der OP öfters hier auf dieser seite sein kann.

Gruss. bonsaizwerg

Hirnschrittmacher

 

Durch bildgebende Verfahren, wie Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder Ventrikulographie, wird das Gehirn abgebildet und der Zielpunkt für die Stimulation bestimmt.

Zur zielgenauen Platzierung der Elektrode(n) im Gehirn benutzt der Neurochirurg einen sogenannten stereotaktischen Rahmen. Mit diesem hochpräzisen Zielgerät ist eine Implantation der Elektrode(n) mit höchster Genauigkeit am vorher bestimmten Zielpunkt möglich. Dieser stereotaktische Rahmen wird vor dem Operationseingriff am Kopf des Patienten angebracht.Der Patient ist während der Elektrodenimplantation in der Regel wach und ansprechbar. Die Ärzte sind in dieser Phase der Operation auf die Kooperation des Patienten angewiesen. Unter

örtlicher Betäubung werden Bohrlöcher in der Schädeldecke schmerzfrei angelegt. Mit Hilfe des stereotaktischen Rahmens wird dann die Elektrode langsam bis zum Zielpunkt eingeführt, ohne dass Gewebe im Gehirn zerstört wird. Das Vorschieben der Elektrode ist für den Patienten nicht spürbar.

Nun werden über ein Teststimulationsgerät schwache elektrische Signale auf die Elektrode(n) abgegeben. Möglicherweise spürt der Patient unmittelbar eine Veränderung seiner Symptome (z.B. Rigor, Akinese und Tremor). Unabh

ängig davon kann der anwesende Neurologe diesen Stimulationseffekt und die damit zusammenhängende Wirkung auf die Symptome mit Hilfe verschiedener Untersuchungen beurteilen.

Nur bei optimaler Positionierung der Elektrode(n) ist mit einer guten Symptomunterdrückung zu rechnen. Bei nachgewiesenem Erfolg wird meist unter Vollnarkose der Hirnschrittmacher implantiert. Dieser wird mit den unter der Haut liegenden Verl

ängerungen an die im Gehirn liegenden Elektroden angeschlossen. In einigen Kliniken erfolgt die Implantation des Hirnschrittmachers direkt nach der Elektrodenimplantation. Andere Kliniken schließen die Elektroden zunächst an ein externes Testgerät an. Der Patient trägt dieses einige Tage, um die Wirksamkeit der Stimulation zu überprüfen.

Nach Implantation des Neurostimulators stellt der Arzt mit Hilfe eines Programmiergerätes von außen die optimalen Parameter ein. Der Patient hat die M

öglichkeit, mit Hilfe eines kleinen tragbaren Therapie-Steuergerätes das Implantat von außen ein- und auszuschalten. Beim Medtronic Hirnschrittmacher Kinetra™ können die programmierten Parameter ggf. auch in einem vom behandelnden Arzt definierten Bereich geändert werden.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, den Neurostimulator mit einem kleinen Magneten, der ebenfalls vom Arzt ausgehändigt werden kann, ein- und auszuschalten. Es sollte darauf geachtet werden, dass dieser Magnet Fernsehgeräte, Kreditkarten und andere durch starke magnetische Felder beeinflussbare Objekte und Geräte beschädigen kann. Vor der Entlassung aus dem Krankenhaus erh

ält der Patient einen speziellen Ausweis, der alle wichtigen Daten zum implantierten Gerät, der Therapie und dem behandelnden Arzt enthält. Dieser Implantationsausweis sollte immer mitgeführt werden.

 

Nach dieser OP soll man sich besser Bewegen können , das Zittern kann man abstehlen sowie die anderen Parkinson Symtome sollen verringert werden.

 

Das gute daran ist durch die Verkabellung bin ich ständig Ofline - Grins - grins

Spass muss sein.

 

 




Nähstenliebe
 

Nächstenliebe

von Rita Krause

Er lehnte sich zurück, die Flasche mit dem guten Whisky fest umklammert und auf seinem Bauch abgestützt. Der Kälte dieser Nacht gehörte schon sein Körper. Doch er wollte, daß sie endlich das Denken einfror. Das, was ihn zum Menschen machte. Das, was er nicht mehr ertragen konnte.

Die Hände schienen an der Flasche festgeftoren, er

pro stete dem Sternenhimmel zu, dem die Lichter der Stadt über der großen Parkanlage nicht viel von seinem Glanz nehmen konnten. Die gefrorenen Tränen vereisten ihm Bart und Wimpern, und der Gestank seines Urins, der ihm die Beine an der Bank festfror, stach wie mit feinen Nadeln in seine Nase.

Er hatte einfach alles laufen lassen. Wozu noch aufstehen, wohin sollte er noch gehen?

"Oh, Gott, wenn ich noch an Dich glaubte! An Dich und alles, was ich den Menschen über Dich erzählte! Ich stürbe in dem Wissen, sie wiederzusehen, die Du mir so unbarmherzig nahmst. Einfach ausgelöscht hast Du sie, und ich mußte allein zurückbleiben. Schau mich an, schau, was aus mir geworden ist! Du mit Deinen tausend Augen, die so kalt da oben blinken, so unerbittlich teilnahmslos,

so grausam schön!"

Er schüttelte die Flasche in Richtung Himmel.

"Das hast Du mir gegeben, dafur danke ich Dir! Ich danke Dir, oh, Du barmherziger Herr fur den Trost und das Vergessen, oh,ja, ich danke Dir, auch wenn Du behaupten wirst, daß es der Antichrist sei, dem ich es zu verdanken

habe. Wir beide wissen es besser, nicht wahr! Der Teufel ist doch Deine Erfindung! Damit Du Dich hinter seiner diabolischen Fratze verstecken kannst, wenn es Dir gefällt, böse zu sein. Ja, doch, ich weiß, auch Dir bereitet es ein heimliches Vergnügen, böse zu sein. Das bringt ein wenig Verwirrung und Entsetzen in die Eintönigkeit des Lebens . Es bereitet Dir Spaß, das Bühnenbild nach Deinem Dünken zu gestalten und zu beobachten, wie Deille erbärmlichen Menschlein, Deine Schöpfung dan1itklar kommen. Du schufst Dir Dein Abbild, und so wie in uns Gut und Böse stecken, so steckt es in Dir! Aber Du wolltest uns glauben machen, der Teufel sei verantwortlich. Ha! Oder hast es in das Deckmäntelchen einer Prüfung gehüllt. Was wolltest Du bei mir prüfen, sag' s mir! Meine Loyalität zu Dir?"

Er hob die Flasche beidhändig, zitternd vor Kälte, nahm einen großen Schluck, ein Teil rann gleich wieder aus dem Mund. Es brannte höllisch im leeren Magen; kein wärmendes Gefuhl mehr verbreitend.

" Nicht nur Dein wahres Gesicht hast Du mich schauen lassen! Ich habe sie alle kennengelernt, diese Heuchler, diese Nächsten, die man lieben soll! Nicht, daß ich es nicht schon vorher gewußt hätte, nein, aber mir haben sie genausowenig wie Du ihr wahres Gesicht gezeigt, solange ich noch Dein Würdenträger war. Solange ich Ihnen die Schuld nahm und in Deinem Namen vergab, ja!"

Der Kopf fiel ihm schwer nach vom, leise kicherte er vor sich hin.

"Weißt Du noch, wie sie rannten, in diesem honorigen Caf6? Wo die alten Weiber sitzen, tratschen und sich vollstopfen mit Schwarzwälder Kirsch! Wo die Jungen sich erholen nach ihrem anstrengenden Konsumieren,

nachdem sie das Pelzmäntelchen lässig an der Garderobe aufgehängt haben, als sei's nichts wert. Und die alten Männer, die gierigen Blickes über den Rand ihrer Zeitung und Altherrentorte jeden Schritt der vollbusigen Bedienung verfolgen. Wo der bürgerliche Blick nicht getrübt werden sollte durch einen wie mich! Wo ich nicht auf ihr sauberes Klo durfte, meine Notdurft zu verrichten! Ha!"

Er stierte mit weit aufgerissenen Augen in die Dunkelheit, als könne er in der Ferne auf einer Bühne alles noch einmal verfolgen.

» Sieh nur Herr, ihre Blicke! Wie sie die Augen aufreißen, weil ich mitten in ihrem Cafe die Hose herunterziehe, ihnen meinen nackten Arsch unter ihre aufgerissenen ungläubigen Augen halte, weil ich mir nicht den letzten Rest Würde nehmen tassen und in die Hose scheißen will. Schau sie Dir an, all die Heuchler! Jeden Tag warten sie auf das große Ereignis, über das sie sich empören können, auf das sie geifern wie Höllenhunde, damit sich ihr Leben gelohnt hat. Daß da einer ist, der ihnen recht gibt in ihrem Glauben, die Besseren zu sein! Die Moralischeren! Die Tugendhaften! Ich hab' ihnen was draufgeschissen, ich habe mitten in ihre heile Welt meinen Darm entleert! Ja, da schaut ihr, so einen Pfarrersarsch sieht man nicht alle Tage!"

Sein Blick verschweierte sich, wandte sich nach innen.

" Nach diesem Tag mußte ich nur draußen stehen und rufen, derFranz sei da! Da stand an jeder Tür sofort einer der Weißschürzen, um zu verhindern, daß ich die Tortenfresserhalle entweihte. Ich riß die Geranien aus den Blumenkübelnund fraß sie, stopfte sie mir in den Mund, so wie sie den ihren sich mit Torte voll stopften. Und

spülte alles mit meinem Whisky runter, rülpste in die Gesichter derer, die sich, draußen sitzend, von was auch immer erholen woHten. Liebe Deinen Nächsten! In Liebe fraß ich die Blumen!

Und weißt Du noch, als diese Stadt in ihrer Kunstausstellung schwelgte. Weltoffen nannte sie sich, für alle Kunstrichtungen, die Gedanken sind frei und Kunst ist Offenheit, nicht definierbar! Ha! Meine offene Hose, aus der der nutzlose Beweis meines Mannseins herausragte, schön bunt angemalt, nach oben gehalten von drei gasgefiillten Ballons, das war zuviel an Offenheit! Das konnten sie nicht ertragen, das hatte mit Kunst nichts zu tun. Oh, Herr! Wenn ich an die vielen Exhibitionisten denke, die sich entblößten, sich zur Schau stellten und nichts anderes im Sinn hatten! Die ganze erbärmliche Selbstbeweihräucherung, da wird mir ganz übel!"

Er kotzte sich auf die Jacke, das Wenige, was sein Magen hergab

"Nun, sie werden zufrieden sein, mit dem, was sie morgen hier finden! Vollgekotzt, vollgepinkelt, wieder so ein Säufer, der die Nacht nicht überlebt hat. Sie müssen keine Angst mehr haben um ihre geweihten Stätten und ihre geweihte Ruhe, Herr!"

Mühsam hob er die Flasche noch einmal zum Mund. Der letzte Schluck.

"Auf Dich, Herr voller Gnaden! Auf Dich! Nur einmal noch habe ich gepredigt, versuchte ich, Ihnen Hoffnung und Trost zu geben, weißt Du noch? Damals, als dieses Grubenunglück geschah! Weil sie einen Glauben brauchten, und sie kennen ja nur den an Dich! Ich zog durch die Straßen der Innenstadt und predigte ein letztes Mal. Weil ich gewußt habe, wie es ist, die Liebsten zu

verlieren. Wie die Leere sich anfuhlt, wie das Loch sich anfühlt, in das man gestoßen wird! Gestoßen von Dir, Du Herr der Gnaden voller Hohn! Drei Tage war ich besoffen von dem vielen Whisky, den ich bekam. Ja, es gab noch ein paar Menschen, die mich kannten. Die haben ihr Gewissen beruhigt, und ich konnte bei meiner Marke bleiben, mußte wenigstens keinen Fusel saufen. Ich danke Euch, Ihr Gewissensberuhiger, daß ich nicht einem billigen Meßwein zum Opfer falle."

Er schloß die Augen. Er verschloß sich. Die Kälte hatte das Denken erreicht. Er schlief ein.

Im honorigen Cafe in der Innenstadt lehnte sich ein Mann zurrieden zurück und schlug den Lokalteil auf. Dort stand, daß ein Jogger im Park die Leiche eines Mannes gefunden habe. Er hatte auf einer Parkbank gesessen, eine leere Flasche in den Händen und sei ernoren. Eshandele sich bei dem Toten um einen stadtbekannten Obdachlosen, der, ehemals Pfarrer, nach dem tragischen Tod seiner Frau und seiner Kinder, dem Alkohol verfallen sei.

"Oh, Gott", dachte er, "es gibt schlimme Schicksale auf dieser Welt!" und schob sich den ersten Bissen seiner Altherrentorte in den Mund.




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