Morgenstund hat Gold im Mund Morgenstund hat Gold im Mund. Dieses Sprichwort kennt sicherlich so ziemlich jeder. Doch was bedeutet es eigentlich? Heißt es, dass Menschen, denen es nicht schwer fällt zur frühen Mogenstunde aufzustehen, die nie verschlafen und voll arbeitsfähig sind, sobald sie das Bett verlassen haben, nur Menschen mit Gold im Mund sein können, Zahngold sozusagen? Vermutlich nicht!
Man bedenke, wie schwierig es wäre, müsste sich jeder Mensch, der etwas zu leisten bereit ist, erst einmal zum Goldankauf breitschlagen lassen, wenn der Zahnarzt nicht gewillt sein sollte, die nötige Feinarbeit vorzunehmen. Nun, zum Glück ist das alles nicht der Fall. Der Ausspruch Morgenstund hat Gold im Mund, kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und heißt dort aurora habet aurum in ore. Die Bedeutung dahinter ist, dass jeder Mensch, der sich dazu hinreißen lassen kann früh das Bett zu verlassen, automatisch leistungsfähiger ist und mehr schafft, als jemand, der lange in den Tag hinein schläft. Daher sei es jedem geraten, sich für den Morgen den Wecker zu stellen, um möglichst tatkräftig den Tag zu beginnen.
Diese Interpretation des Sprichworts ist natürlich eine durchaus sinnvollerer als die erste. Doch ist sie deshalb wahrer? Zudem wäre es für Menschen mit Zahngold schwer, sollten sie einmal in den Ruhestand gehen wollen, sich der frühen Arbeitsmentalität zu entledigen. Vielleicht wieder das Zahngold verkaufen, als eine Möglichkeit?
Es stellt sich die Frage, ob wirklich jeder ein Morgenmensch ist und bereits zur Mogenstunde schon zu geistigen Höhenflügen im Stande sein kann. Laut wissenschaftlicher Untersuchungen hat jeder Mensch einen eigenen Schlaf- und Arbeitsrhythmus. Manche stehen früh auf und gehen früh schlafen, andere wiederum bevorzugen die spätere Variante. Auch ändern sich die Gewohnheiten bei einigen im Leben, beispielsweise in der Pubertät , dann ist ein langes Schlafen für fast jeden an der Tagesordnung, da der Körper sich auf die hormonellen Veränderungen umstellen muss. Andere empirische Studien belegen wiederum, dass die Zeit zwischen Zehn und Zwölf Uhr mittags die effektivste Arbeitszeit darstellt, danach erleben wir erst wieder am späten Nachmittag ein Hoch.
Wie dem auch sei, Tatsache ist, dass jeder Mensch nur selber herausfinden kann, wann er munter und arbeitsbereit ist, mit oder ohne Gold im Mund. Natürlich nehmen die meisten Arbeitgeber darauf nicht viel Rücksicht.
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