Mein Sohn und sein Gameserver Mein Sohn ist schon seit mehreren Wochen ständig am Computer. Lange Zeit habe ich gar nicht mitbekommen, was er denn da eigentlich macht, bis ich ihn wohl einmal in einem ungünstigen Moment erwischt habe, in dem er das Programm nicht mehr so schnell wechseln konnte. Ich habe nur irgendeine Waffe gesehen und bin natürlich erstmal ziemlich böse geworden, denn welche Mutter hat es schon gerne, dass sein Kind mörderische Spiele spielt? Wir haben einige Zeit über das Thema gesprochen. Ich habe mir angehört, was er dazu zu sagen hat und ich habe ihm gesagt, was ich davon halte. Ich denke, dass wir einen guten Kompromiss gefunden haben, denn es war ihm wichtig den Anschluss bei seinen Freunden nicht zu verlieren, die das wohl alle spielen. Wir haben uns also auf höchstens 1,5 Stunden am Tag geeinigt und zusätzlich auf maximal drei Tage die Woche. Ich bin mir fast sicher, dass er sich da nicht auf Dauer zufrieden geben wird, aber für dem Moment ist das ja erstmal in Ordnung. Nun sprach er mich gestern an, dass er und seine Freunde nun einen Gameserver benötigen würden. Er hatte alles bereits vorbereitet mit Vor- und Nachteilen, eine Leistungsübersicht mit Preislisten und hat mir das dann entsprechend präsentiert. Obwohl ich im ersten Moment nicht so glücklich über diese Entwicklung war, hat mich die Art seines Engagements doch ziemlich berührt und so haben wir auch in dieser Sache einen Konsens gefunden. Das mit dem Gameserver spreche ich nun mit den anderen Eltern ab und dann sehen wir, wie der weitere Verlauf ist. Teuer ist es nicht, wenn man es durch die mehreren Partien teilt, deswegen darf er sein Taschengeld vorerst dafür opfern. Ich hoffe nur, dass ich ihn jetzt durch den Server nicht noch zusätzlich zum Spielen geführt habe und er vernünftig bleibt.