Entenrennen Vor einiger Zeit, als ich mal wieder eine Freundin in Bremen besuchte, fand dort auf der Weser ein Entenrennen statt. Zu dieser jährlich veranstalteten Gaudi für Groß und Klein werden Quietscheenten verteilt, die alle eine unterschiedliche Nummer tragen. Natürlich beteiligten meine Freundin und ich uns an dem Spaß und kauften uns auch jeder so eine Badeente. Die kleinen gelben Enten wurden vom THW in die Weser gelassen. Von einem extra bereit gestellten Schiff wurden die Schwimmtiere über eine Wasserrutsche und von einem Wasserstrahl angetrieben, auf den Weg in Richtung Ziel gebracht. Ein gelbes Meer bewegte sich auf dem braunen Fluss. An der Weserpromenade und auf den Brücken am Fluss entlang der Wettkampfstrecke standen etliche Zuschauer und beobachteten die rotschnäbeligen Quietscheenten.
Wie auch einige andere Zuschauer, versuchten wir unsere Quietscheenten mit einem Fernglas auszumachen. Natürlich ist dies weder mir noch meiner Freundin gelungen. Dafür war die Menge einfach zu groß. Meine Freundin und ich begaben uns langsam den Enten folgend an der Promenade entlang zur Teerhofbrücke. Hier wurden die kleinen, manchmal auch individuell angemalten Entchen von einer so genannten Entenfalle eingefangen. Die Entenfalle bestand aus zwei roten schwimmenden Stangen, ähnlich einer zu groß geratenen Schwimmnudel.
In der Mitte war ein Loch durch die die Quietscheenten hindurch schwimmen sollten. Die Öffnung war sehr schmal, so dass man bei der Masse der Enten auch die Siegerente ermitteln konnte. Meine war es leider nicht und auch die Badeente meiner Freundin kam unter ferner liefen ins Ziel. Nichts desto trotz war es ein riesiges Spektakel, mit Live-Musik und den Moderatoren des hiesigen Radiosenders als Kommentatoren.
Jetzt doch eine Hundekrankenversicherung Lange habe ich ja überlegt, ob ich für meinen schönen Schäferhund eine spezielle Hundekrankenversicherung abschließen soll, oder nicht. Anfangs war ich eigentlich dagegen, aber dann waren wir doch wegen tausend Kleinigkeit immer mal wieder beim Tierarzt und schließlich riet er mir zu einer Hundekrankenversicherung, weil ich doch schon recht viele Euros bei ihm gelassen habe. Er hat mir dann auch erklärt, dass es eben Rassen bei Hunden gibt, die sind im Allgemeinen Krankheiten gegenüber resistenter und dann gibt es eben Rassen, die sind so gut wie gar nicht resistent. Nicht einmal gegen den kleinsten Schnupfenvirus. Ja, und unser Hund scheint wohl zu einer solchen immunschwachen Sorte zu gehören. Er muss ja auch immer zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe bekommen, sonst würde er noch häufiger krank sein. Ich habe meinen süßen Hund jetzt erst knapp acht Monate und wir waren schon mindestens genauso oft beim Tierarzt. Also hat sich die Hundekrankenversicherung schon richtig gut bezahlt gemacht. Anscheinend ist es auch so, dass nicht nur abhängig von der Rasse, das Immunsystem unterschiedlich ausgebildet ist, sondern auch abhängig von der Züchtung die Hunde eben resistenter gegen Keime sind oder halt nicht. Und je nach dem, wie hoch gezüchtet so ein Hund ist, ist auch das Immunsystem entsprechend schwach ausgebildet. Leider ist unser Hund ein ganz reinrassiger und wohl auch stark hin gezüchteter Hund, so dass seine häufigen Krankheiten mitunter darauf zurück zuführen sind. Ursprünglich wollte ich ja auch unbedingt einen reinrassigen Hund, aber mittlerweile sieht man schon, dass es den Tieren dabei eigentlich nicht gut geht.
Morgenstund hat Gold im Mund Kennen Sie das auch? Morgens früh um sieben beim Bäcker trällert Ihnen eine ältere Dame fröhlich und vor allem lautstark die freundliche Weisheit: „Morgenstund hat Gold im Mund!Nicht wahr, junger Mann?!!“ an den brummenden Schädel? Kennen Sie nicht? Sie gückliche Person!
Ich kenne das nämlich leider Gottes zur Genüge. Keine Ahnung, welches miese Karma mich dazu verdonnert hat, mit einem früh aufstehenden Chef gesegnet zu sein. Der hält jeden Montag früh um halb acht sein wöchentliches Meeting ab. Zum Kotzen! Entschuldigung für die direkten Worte, aber bessere finde ich einfach keine.
Richtig mies wird es vor allem dann, wenn die hauseigene Kaffeemaschine Montag früh halb sieben schlichtweg ihre Arbeit verweigert und den Geist aufgibt. Kaffeemaschinen haben da scheinbar ihre eigene Auffassung von Arbeit und Moral. Kann aber auch gut sein, dass meine Kaffeemaschine bei verdi organisiert ist. Könnte ich mir gut vorstellen. Bei dem miesen Karma.
So früh am Morgen sind gewerkschaftlich organisierte Küchenhelfer einfach eine nicht tolerierbare und vollkommen unangemessene Fügung des Schicksals. Ist ja kein Wunder, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin. Nicht mal ne funktionsfähige Kaffeemaschine wird mir gegönnt.
So desaströs, wie diese Woche bereits anfängt, kann aus dem ganzen Rest ja auch nicht mehr viel mehr werden. Zumal mein Chef so früh am Morgen nur Kamillentee trinkt und somit die simple Anwesenheit von Kaffeemaschinen in seinem Büro schlichtweg nicht toleriert. Prima. Kamillentee auf nüchternen Magen. Da kann man ja nur Geschwüre kriegen.
Also bleibt mir nur der Weg zum Bäcker meines Vertrauens. Das Problem ist allerdings, dass da zu einer derart nachtschlafenen Zeit auch nur komische Menschen das Ladenlokal bevölkern. Die oben bereits erwähnte ältliche Dame empfinde ich aber wirklich als sehr fiese Laune meines Schicksals.
Aber wer weiß, was ich in meinem letzten Leben für ein mieser Schurke war, dass ich jetzt derartig bestraft werde.