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Jetzt doch eine Hundekrankenversicherung Lange habe ich ja überlegt, ob ich für meinen schönen Schäferhund eine spezielle Hundekrankenversicherung abschließen soll, oder nicht. Anfangs war ich eigentlich dagegen, aber dann waren wir doch wegen tausend Kleinigkeit immer mal wieder beim Tierarzt und schließlich riet er mir zu einer Hundekrankenversicherung, weil ich doch schon recht viele Euros bei ihm gelassen habe. Er hat mir dann auch erklärt, dass es eben Rassen bei Hunden gibt, die sind im Allgemeinen Krankheiten gegenüber resistenter und dann gibt es eben Rassen, die sind so gut wie gar nicht resistent. Nicht einmal gegen den kleinsten Schnupfenvirus. Ja, und unser Hund scheint wohl zu einer solchen immunschwachen Sorte zu gehören. Er muss ja auch immer zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe bekommen, sonst würde er noch häufiger krank sein. Ich habe meinen süßen Hund jetzt erst knapp acht Monate und wir waren schon mindestens genauso oft beim Tierarzt. Also hat sich die Hundekrankenversicherung schon richtig gut bezahlt gemacht. Anscheinend ist es auch so, dass nicht nur abhängig von der Rasse, das Immunsystem unterschiedlich ausgebildet ist, sondern auch abhängig von der Züchtung die Hunde eben resistenter gegen Keime sind oder halt nicht. Und je nach dem, wie hoch gezüchtet so ein Hund ist, ist auch das Immunsystem entsprechend schwach ausgebildet. Leider ist unser Hund ein ganz reinrassiger und wohl auch stark hin gezüchteter Hund, so dass seine häufigen Krankheiten mitunter darauf zurück zuführen sind. Ursprünglich wollte ich ja auch unbedingt einen reinrassigen Hund, aber mittlerweile sieht man schon, dass es den Tieren dabei eigentlich nicht gut geht.
Morgenstund hat Gold im Mund Kennen Sie das auch? Morgens früh um sieben beim Bäcker trällert Ihnen eine ältere Dame fröhlich und vor allem lautstark die freundliche Weisheit: „Morgenstund hat Gold im Mund!Nicht wahr, junger Mann?!!“ an den brummenden Schädel? Kennen Sie nicht? Sie gückliche Person! Ich kenne das nämlich leider Gottes zur Genüge. Keine Ahnung, welches miese Karma mich dazu verdonnert hat, mit einem früh aufstehenden Chef gesegnet zu sein. Der hält jeden Montag früh um halb acht sein wöchentliches Meeting ab. Zum Kotzen! Entschuldigung für die direkten Worte, aber bessere finde ich einfach keine. Richtig mies wird es vor allem dann, wenn die hauseigene Kaffeemaschine Montag früh halb sieben schlichtweg ihre Arbeit verweigert und den Geist aufgibt. Kaffeemaschinen haben da scheinbar ihre eigene Auffassung von Arbeit und Moral. Kann aber auch gut sein, dass meine Kaffeemaschine bei verdi organisiert ist. Könnte ich mir gut vorstellen. Bei dem miesen Karma. So früh am Morgen sind gewerkschaftlich organisierte Küchenhelfer einfach eine nicht tolerierbare und vollkommen unangemessene Fügung des Schicksals. Ist ja kein Wunder, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin. Nicht mal ne funktionsfähige Kaffeemaschine wird mir gegönnt. So desaströs, wie diese Woche bereits anfängt, kann aus dem ganzen Rest ja auch nicht mehr viel mehr werden. Zumal mein Chef so früh am Morgen nur Kamillentee trinkt und somit die simple Anwesenheit von Kaffeemaschinen in seinem Büro schlichtweg nicht toleriert. Prima. Kamillentee auf nüchternen Magen. Da kann man ja nur Geschwüre kriegen. Also bleibt mir nur der Weg zum Bäcker meines Vertrauens. Das Problem ist allerdings, dass da zu einer derart nachtschlafenen Zeit auch nur komische Menschen das Ladenlokal bevölkern. Die oben bereits erwähnte ältliche Dame empfinde ich aber wirklich als sehr fiese Laune meines Schicksals. Aber wer weiß, was ich in meinem letzten Leben für ein mieser Schurke war, dass ich jetzt derartig bestraft werde.
Denkmalgeschütztes Wohnhaus Wir haben von meinen Schwiegereltern ein wunderschönes altes Fachwerkhaus geerbt. Das ist jedoch nicht nur ein Segen, sondern auch eine Verpflichtung. Denn das Haus ist seit Generationen in der Familie und wird immer an den ältesten Sohn weitergegeben. Jeder Hausherr hat gewisse Änderungen an dem Haus vorgenommen, dabei aber nie seinen Charakter verändert. So wohnen wir nun in einem Haus, das nicht nur toll aussieht, wie ein verwunschenes Bauernhaus aus dem Bilderbuch, wo immer die Sonne scheint und alle sich lieb haben. Ganz so ist es natürlich nicht. Das Haus steht jetzt, wie viele andere in Ulm auch, unter Denkmalschutz und kann deswegen natürlich nicht mehr so behandelt werden, wie es in früheren Generationen der Fall war. Als vor einiger Zeit beispielsweise eine Fensterreparatur anstand, stand es zur Debatte, die Fenster ganz austauschen zu lassen. Denn sie sind zwar schon doppeltverglast, müssen aber in regelmäßigen Abständen gestrichen werden, da sie aus Holz sind. Als Hausfrau hätte ich es auch zu schätzen gewusst, wenn die ganzen Sprossen, es handelt sich um Sprossenfenster mit sehr kleinen Scheiben, zwischen den beiden Scheiben gelegen hätten und nicht darauf. Es ist wirklich eine Arbeit, die den ganzen Tag in Anspruch nimmt, wenn ich im ganzen Haus die Fenster putze. Danach weiß ich was ich getan habe. Der Fachmann vom Fensterbau Oldenburg hat uns jedoch davon überzeugt, die Fenster nur zu überarbeiten, da sie technisch noch in Ordnung sind, und man so auch keinen Ärger mit dem Amt für Denkmalschutz bekommt. Und wenn ich ehrlich bin muss ich zugeben, dass sie einfach zu diesem Haus gehören.
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