Klamotten

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Englische Mode

Ed Hardy, 44, sieht sich eindeutig in der Tradition von Carla Sozzani. Sie war es, die ihn inspirierte, 2002 in Berlin ebenfalls eine persönliche Best-Of-Palette anzubieten. Dazu gehört Mode von Martin Margiela, Yohji Yamamoto, dem Berliner Frank Leder oder seinem älteren Bruder, dem bekannten Designer Kostas Murkudis. Aber auch Leibchen von Schiesser, Schmuck, Wohnaccessoires, Taschen, Porzellan, Bild-Bände, Küchengeräte und Schokolade. Die Preise reichen von zwei bis 2.000 Euro für ein mächtiges Bett aus Eichenholz. Das Möbel zählt neben einem Wintermantel mit herausnehmbarem Kaninchenfell, den Kostas Murkudis auf die Bitte, endlich den perfekten Wintermantel zu entwerfen, kreierte, zu den Bestsellern. Mittlerweile hat sich Murkudis in Alexanderplatz-Nähe auf drei Shops ausgedehnt und eine weitere Waren-Aufnahmebedingung formuliert: Zeitlosigkeit. Seine Prämisse: "An den Sachen, die ich verkaufe, soll man auch in fünf Jahren noch Spaß haben."

Englische Mode aus Familienbetrieb
Wie Don Ed Hardy und Andreas Murkudis ist auch Christoph Tophinke, 38, im Grunde artfremd. Der Besitzer des "Chelsea Farmer's Club" entwickelte TV-Formate, bis er eines Morgens vor knapp zwei Jahren im Bezirk Prenzlauer Berg einen leer stehenden Laden entdeckte. Sowieso gerade am Rande einer persönlichen Sinnkrise, unterschrieb er "aus der hohlen Hand" den Mietvertrag. Im Kopf nicht mehr als eine vage Idee: britische Produkte, vor allem klassische Kleidungsstücke wie Smoking, Tweed-Jackett, Polohemd oder Wollschal wollte er vertreiben. Die Anzüge, seinen Vorgaben gemäß in einem englischen Familienbetrieb hergestellt, sind nicht geklebt, der Stoff nicht labberig und überhaupt: "Wo findet man heutzutage noch einen vernünftigen Smoking?" Tophinke führt ihn, noch dazu für 368 Euro. Vor drei Monaten weihte er bereits eine Filiale im West-Bezirk Charlottenburg ein und gibt offen zu: "Ich bin über die Resonanz schockiert!". Ein Grund dafür ist sicher, dass Tophinke wie Kantowsky und Murkudis für einen weiteren Erfolgsfaktor kuratierten Konsums steht: Je stimmiger der Eigner in seinem Universum, desto höher der Wert seines Angebots, im ideellen wie realen Sinne.




Mode von Kate Moss
Schlange stehen ist für die Briten längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Mittlerweile wird ihnen das in einem "Überlebens-Ratgeber" im Internet näher gebracht. Denn beim Verkaufstart der Kollektion von Supermodel Kate Moss für die britische Modekette Topshop an diesem Dienstag verlässt sich niemand auf die feine englische Art. Die 225 Filialen in Großbritannien erwarten einen Ansturm Kaufwütiger und rüsten sich zum "K-Day" mit mehr Sicherheitspersonal und strikten Anweisungen. Die 33-jährige Kate scheint wieder so angesagt zu sein wie vor ihrer Zeit als "Kokain-Kate".Etwa 50 Ideen des britischen Topmodels wurden verwirklicht. Blusen, Westen, Hosen, Kleider, Lederjacken und Gürtel rangieren in einer Preisspanne zwischen 3 und 150 Pfund (rund 4,50 bis 225 Euro). Selbst wenn Kate Moss nicht wie angekündigt am Montagabend bei der Vorab-Präsentation als Schaufensterpuppe im Flaggschiffladen an der Londoner Oxford Street posieren sollte: Erwartet wird, dass die Artikel in Rekordzeit ausverkauft sind und sich später im Internet beim Auktionshaus eBay wiederfinden - zum vielfachen Preis.



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